Anwendungen
- Extrem unterschiedlicher Lotpastenbedarf auf einer Leiterplattenseite durch Vermischung von Finepitch-Bauelementen, Steckverbindern und/oder Powerbauteilen, der durch Modifikation der Padgeometrie alleine nicht erzeugt werden kann.
- Außerdem können größere Höhentoleranzen ausgeglichen werden, so dass sich insgesamt eine optimale Lötverbindung ausbildet.
- Qualitätssteigerung und Nacharbeitsbeschränkung.
- Wichtige Möglichkeit der Kostenoptimierung, wobei ein erhöhter Schablonenpreis technologisch bedingt ist.
Technik
- Stufenätzung an definierten Stellen im Layout, überwiegend eine Stufe. Von der Rakelseite für unterschiedliche Pastenhöhen, von der Leiterplattenseite zum Ausgleich starker Unebenheiten oder Aufträge.
- Die Ausgangsmaterialstärke des Edelstahlbleches entspricht der höchsten Anforderung bzgl. der Lotpastendicke des Depots. Die Tiefe der Stufe ist im Allgemeinen 50 % oder weniger davon, vgl. z. B. Abb. 1.
- Die minimal mögliche Stufenfläche beträgt ca. 5 x 5 mm, andererseits haben großflächige Freistellungen einen negativen Einfluß auf die Planarität der Schablone und stellen daher besondere Anforderungen an das Spannverhalten.
- Die Pads bzw. Aperturen werden nachträglich mit Laserschneidtechnik eingebracht.
- Alternativen: Sehr teure galvanisch auf Nickel erzeugte Schablonen (Electroforming), sehr fertigungsintensive Einschweißtechnik (Patchwork) bzw. Tiefenfräsung.
Regeln
- Als Basisdicke der Stufenschablone wird die Fläche mit dem durch den Großteil der Bauelemente bestimmten gleichen Pastenbedarf bezeichnet. Bei den übrigen Bauteilen wird eine Stufe (Vertiefung oder Erhöhung) gesetzt.
- Beim Layouten einer Stufenschablone müssen unbedingt die Designregeln beachtet werden, sowohl für die Fertigbarkeit als auch die Rakelfähigkeit und die Verschleißfestigkeit. Insbesondere Gesamtstegbreiten unter 800 µm sind unzulässig.
- Baugruppen mit durchgängig sehr hoher Packungsdichte sind mit der Stufenschablone nur eingeschränkt produzierbar. Hier liegt die Lösung für Probleme mit dem Lotpastendepot im Baugruppenkonzept bzw. Layout.
- Die einzusetzenden Rakel sind auf Eignung zu prüfen und sollten unverschlissen sein. Die für die Stufenschablone notwendigen Reinigungszyklen sind zu testen.
- Verlängerte Lieferzeiten sind rechtzeitig abzustimmen.
- Frühzeitige Koordinierung zwischen Layouter, Fertigungstechniker und Schablonenhersteller ist empfehlenswert.
- Wir haben Erfahrungen seit 2004.

- Beispiel mit Pads


